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Die Hoffnung stirbt zuletzt

Falls jedoch deine "Heimat" nicht mehr so vorhanden ist wie einst zurückgelassen, also aus deiner Erinnerung brutal herausgerissen wurde -  bringt dies oft tiefe Wunden und aufwühlende Gefühle mit sich.

Ich denke da z.B. an ein nicht mehr existierendes Elternhaus, welcher Verlust dich aus Tiefen weinen lässt, weil so viele Erinnerungen und Geschichten aus deiner Vergangenheit damit auch starben. Oder ein bekannter Ort ist nicht mehr der gleiche wie zuvor. Dies lässt sich auch auf die eigene Zufriedenheit, den Menschen welchen man zugeneigt ist, und vielen anderen heimatsgeprägten Erinnerungen widerspiegeln.

Heimat ist nicht nur an einer Sache, oder vielleicht an zwei Dingen (lebendig oder nicht) auszumachen. Heimat ist wie ein Früchtecocktail.

1.3.07 21:45, kommentieren

4.3.07 10:25, kommentieren

was heimat bedeutet ..

kennst du die menschen und kennen sie dich? fühlst du dich geborgen, selbstsicher und gleichzeitig sehnsüchtig nach neuem und unbekanntem? lässt ein einziger geruch dich in gedanken und erinnerungen schwelgen?

kennst du die farben um dich herum und fasziniert dich trotzdem die eine? hörst du die laute meist nur wenn sie dir fremdartig sind? suchst du nicht nach dem weg sondern beschreitest ihn einfach?

entdeckst du in vielem eine einzigartigkeit? zerreißt dich die sehnsucht nach dem was du einmal verlassen hast?

.. dann weißt du auch was HEIMAT bedeutet!

5.3.07 01:21, kommentieren

lächeln

heimat ist nur dann kein leeres wort, wenn wir über sie sprechend ein lächeln auf unseren gesichtern entdecken und vor allem, wenn wir uns nicht scheuen uns mit würde zu ihr zu bekennen.

5.3.07 15:49, kommentieren

Heimatlied/Sportfreunde Stiller

Es kommt mir hier so vor
so ähnlich wie nach dem perfekten Tor
wie nach ner langen Fahrt zurück
wie liebe auf den ersten Blick
wie nach nem heißen Tee an nem kalten Wintertag
wie eine gute Idee wenn einem lange nichts lange nichts mehr einfallen mag

Denn hier, denn hier bist du Mensch hier darfst du's wirklich sein .
und das schöne daran ist dass ichs jeden tag sehen kann
und das schöne daran ist dass ichs jederzeit bewundern kann
und das schöne daran ist dass es all das wirklich für mich gibt!
Wer hätte das gedacht? - es ist ein Heimatlied.

es kommt mir hier so vor, wie meilenentfernt von draußen vor der Tür
plötzlich so leicht zuvor war alles schwer
es fließt hier wie wenn ich Smetana's Moldau hör.
alles klingt zusammen wie bei einer Symphonie
woanders gibt's das selten oder nie

Denn hier bist du Mensch hier darfst du's wirklich sein .
und das schöne daran ist dass ichs jeden tag sehen kann
und das schöne daran ist dass ichs jederzeit bewundern kann
und das schöne daran ist dass es all das wirklich gibt!
Wer hätte das gedacht? - es ist ein Heimatlied.

1 Kommentar 5.3.07 22:46, kommentieren

"Schlage keinen Nagel in die Wand
Wirf den Rock auf den Stuhl
Warum vorsorgen für vier Tage?
Du kehrst morgen zurück."

Dieses Gedicht stammt aus der Feder Brechts, geschrieben in einem Lebensabschnitt in dem er wohl am unglücklichsten war:

Die Zeit seines Exils.

Obwohl er im Exil an Orten wohnte, welche landschaftlich sehr schön und vielfältig waren wünschte er sich nichts sehnlicher, als in seine geliebte Heimat zurückzukehren.

Und dann eines Tages war es soweit:

Es ist 1948 der Krieg ist schon ein paar Jahre vorbei und Brecht macht sich auf den Weg in die Heimat, Berlin.

Zu welchem Zeitpunkt kann Brecht sagen er sei in der Heimat angekommen? Welche Grenze muss er überschreiten, ja an welchem Platz muss er vorbeikommen um sich „zu hause“ zu fühlen?

 An konkreten Straßen, Plätzen oder Häusern lässt sich das nur schwer festmachen, ist Brecht doch in ein vom Krieg fast vollständig zerstörtes Berlin zurückgekehrt. Viele seiner geliebten Freunde waren gestorben oder aus der Stadt geflohen. Dennoch kehrt Brecht zurück und fühlte sich endlich wieder zu hause.

Weswegen?

Trug er nicht schon all die Jahre im Exil seine Heimat im Herzen, war aber nicht bereit sie auf sein Umfeld wirken zu lassen?

Ich glaube das Heimat auch immer mit Vergangenheit verbunden ist. Also nichts weiter als ein Gefühl von Geborgenheit, eine Erinnerung an frühere Zeiten, ja vielleicht sogar eine Art Illusion.

2 Kommentare 5.3.07 23:42, kommentieren

Ein steiniges Feld verleiht seltenen Gräsern Heimatgefühle.
Licht und Dunkelheit: Zwischen den Gegensätzen findet sich Heimat.

Ernst Ferstl

6.3.07 22:35, kommentieren