eigene geschichten

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Falls jedoch deine "Heimat" nicht mehr so vorhanden ist wie einst zurückgelassen, also aus deiner Erinnerung brutal herausgerissen wurde -  bringt dies oft tiefe Wunden und aufwühlende Gefühle mit sich.

Ich denke da z.B. an ein nicht mehr existierendes Elternhaus, welcher Verlust dich aus Tiefen weinen lässt, weil so viele Erinnerungen und Geschichten aus deiner Vergangenheit damit auch starben. Oder ein bekannter Ort ist nicht mehr der gleiche wie zuvor. Dies lässt sich auch auf die eigene Zufriedenheit, den Menschen welchen man zugeneigt ist, und vielen anderen heimatsgeprägten Erinnerungen widerspiegeln.

Heimat ist nicht nur an einer Sache, oder vielleicht an zwei Dingen (lebendig oder nicht) auszumachen. Heimat ist wie ein Früchtecocktail.

1.3.07 21:45, kommentieren

Mein Schatz

Man fühlt sich wohl immer an dem Ort zu Hause, an dem der liebste Mensch gerade ist. Heimat meint weniger einen konkreten Ort, als eher Identifikation. Für einige ist es das "Vaterland" oder eine Stadt oder ein Dorf. Der wichtigste Bezugspunkt ist aber für mich immer der liebste Mensch in meinem Leben gewesen.

Für das Herzklopfen beim "Nachhausekommen" sorgen aber auch bestimmte Straßen, Promenaden, Plätze und auch Düfte.

26.2.07 15:52, kommentieren

Heim@

Könnte es sein, dass Heimat etwas typisch Deutsches ist ?
Wie lautet denn die englische Übersetzung des Begriffs ?
Bitte kommt jetzt nicht mit HOMELAND - dass wir hier nicht über
etwas Geographisches sprechen, war doch schon zu lesen.
Wenn also RAUM nicht gemeint ist, könnte ZEIT eine Rolle
spielen ? Umfelder, die auf alle 5 Sinne wirkten, und denen man lange genug ausgesetzt war, und an die man sich über die Jahre adaptiert hat ? Haben etwa Menschen, die besonders gerne Heimat spüren und erleben, die Fähigkeit oder den Willen verloren, sich anzupassen ? Blieb Ihre Gier nach Neuem auf der Strecke ? Wurde Neugier auf dem Altar der Gewohnheit geopfert ?

1 Kommentar 23.2.07 22:57, kommentieren

Heimweh

Heimat ist das, wonach sich mein Heimweh sehnt.

Amytis war Frau des Königs in der ersten weltstadt der menschlichen Geschichte. Im Babylon unter der Herrschaft ihres Mannes Nebukadnezar II.
In dieser Hochkultur war sie dennoch unglücklich, sie stammte aus dem bewaldeten, grünen Gebiet des antiken Medien (heutiger Iran). Babylon hingegen war trocken und karg, über 500km von ihrem Geburtsort entfernt. Sie hatte Heimweh.


Um seine Frau zu trösten baute Nebukadnezar ein Weltwunder, die hängenden Gärten von Babylon. Sagenumwoben sind sie. Man weiß bis heute nicht, wo sie sich befanden oder wie sie angelegt waren.

Auch nicht, ob sie Amytis halfen Babylon als ihre Heimat zu empfinden.

1 Kommentar 22.2.07 16:36, kommentieren

Heimatgefühl

Heimat - kann sich auch ganz verschiedene Weise definieren. Ich war einmal für 2 Monate in Südamerika. Da ist dann alles von zuhause ein Stück heimat für Dich. Post von zuhause, deutsches Essen, ein Anruf von daheim, Lieder, die man kennt... Heute - in Deutschland - bedeutet Heimat für mich, innere Zufriedenheit. Sonst ist man sich selbst fremd und fühlt sich nicht heimelig. Heimat sind für mich Menschen, die ich liebe. Diese Menschen machen es einem doch sehr viel leichter überall klarzukommen. Egal wo. Obwohl ich mich im hügeligen Bergland (Schwarzwald und Schwabenländle) wohler fühle. Heimat ist einfach Alltag, seine eigenen 4 Wände, Selbstständigkeit und Zufriedenheit.

1 Kommentar 22.2.07 12:53, kommentieren